Ratgeber

Gartenapotheke: Kräuter zum Einschlafen

Es gibt unzählige Menschen, die täglich Probleme damit haben in den Schlaf zu finden oder eine komplette Nacht durchzuschlafen. Immer wieder wird sich unruhig im Bett hin- und hergewälzt, auf den Wecker geblickt und festgestellt, dass der nächste Tag noch in weiter Ferne liegt. Es gibt eine positive Nachricht: Der heimische Kräutergarten bietet Heilpflanzen, die dabei helfen können sanft in den Schlaf zu finden.

Heilkräuter oder Arzneimittel aus der Apotheke?

Schlafstörungen haben die verschiedensten Ursachen. Zumeist leidet besonders das Wohlbefinden unter der nächtlichen Wachsamkeit, denn der Morgen nach der unruhigen Nacht ist sehr anstrengend und geht mit Müdigkeit und einem Gefühl von Plattheit einher. Es ist logisch, dass viele Menschen den Weg zum Arzt suchen, um sich ein linderndes Mittel verschreiben zu lassen.

Dabei bleibt jedoch oft außer Acht, dass rezeptpflichtige Medikamente im Gegensatz zu Kräutern viele Nebenwirkungen aufweisen. Zudem enthalten Kräuter viele gute Inhaltstoffe, die für unseren Körper eine pure Wohltat sind.

Wer einen guten Tee eine halbe Stunde vor dem Zubettgehen trinkt oder sich ein entspannendes Bad gönnt, hilft dem Nervensystem dabei sich zu beruhigen und entspannt in den Schlaf zu finden. Natürlich sollte bei anhaltenden Beschwerden jedoch immer ein Arzt aufgesucht werden.

Baldrian bei Schlafstörungen

Baldrianwurzeln (Valeriana offcinalis) sind für ihre beruhigende Wirkung bekannt. Es ist möglich, dieses Heilkraut über einen längeren Zeitraum ohne Bedenken einzunehmen. Wer Baldrian selbst bei Schlafstörungen oder zur Beruhigung versuchen möchte, sollte die Wurzeln im Herbst ernten und gut säubern.

Anschließend empfiehlt es sich, den Baldrian zu zerkleinern und zu trocknen. Für eine Tasse Tee benötigt man einen Teelöffel Wurzeln, welcher mit heißem Wasser aufgegossen wird (10 Minuten ziehen lassen). Natürlich kann man auch eine Baldriantinktur herstellen. Hierfür werden 20g Baldrian mit 100ml hochprozentigem Alkohol gemischt.

Johanniskraut gegen Depressionen

Das Johanniskraut (Hypericum perforatum) ist ein natürliches Mittel gegen Depressionen und besitzt wundheilende Eigenschaften. Die Blüten und Blätter werden um den 24. Juni herum geerntet (Johanni).

Am besten füllt man zur Anwendung ein kleines Kissen mit dem getrockneten Kraut und legt es sich unter den Nacken, wahlweise auch unter die Bettdecke. Durch die entstehende Wärme werden nach kurzer Zeit wohltuende und schlafbringende Dämpfe freigesetzt.

Hopfen zur Beruhigung

Die weiblichen Zapfen des Hopfens (Humulus lupulus) sollten im Spätsommer gepflückt werden. Darin enthalten sind zahlreiche Bitterstoffe und zudem ätherische Öle. Wie auch beim Baldrian kann man sich mit Hopfen vor dem Zubettgehen einen beruhigenden Tee kochen.

Hierfür werden zwei Teelöffel des Hopfens mit siedendem Wasser übergossen und eine viertel Stunde zugedeckt ziehen gelassen. Viele Menschen schwören auch auf ein Hopfenbad, welches besonders beruhigend wirken soll.

Lavendel sorgt für Entspannung

Lavendel (Lavendula angustifolia) ist für seinen angenehmen Duft bekannt. Zudem wirkt die Pflanze sich positiv auf angespannte Seelen aus und erfrischt den Körper. Für die Anwendung des Lavendels gibt man einfach 50g Lavendelblüten in 1 Liter siedendes Wasser und belässt diese ca. 15 Minuten darin. Anschließend wird der gewonnene Extrakt ins Badewasser gegeben und verhilft auf diese Weise zur bestmöglichen Entspannung.

Melisse bei Einschlafstörungen

Ein bekömmlicher Tee, zubereitet aus Melisse (Melissa officinalis) und Honig entspannt den gestressten Körper und mindert Einschlafstörungen spürbar. Die Heilpflanze Melissa kann getrocknet oder frisch verwendet werden. Am besten sammelt man die Blätter mit der zitronigen Note von Frühling bis Herbst.

Dabei sollte man beachten, dass kurz vor der Blüte der Gehalt an ätherischen Ölen sein Maximum erreicht hat. Diese Blätter können als Tee aufgegossen werden oder auch als Tinktur getrunken werden. Dabei ist die Zubereitung wie beim Baldrian.

Rosenöle bringen Ruhe und Entspannung

Rosenöle kann man wunderbar auf ein Taschentuch oder Kopfkissen träufeln und somit die Entspannung des Körpers vorantreiben. Wer diese Öle selbst herstellen möchte, sollte im Sommer Blüten der Duftrosen. Diese werden getrocknet in ein Fläschchen gegeben und mit Mandel- oder Rapsöl aufgegossen. Nach etwa zwei bis drei Wochen Einwirkzeit kann man das Fläschchen verwenden.

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