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Grüner Star: Die Diagnose

Eine Grüner Star Diagnose ist für den Augenarzt recht leicht zu identifizieren. Oft kann der Patient die Symptome sehr eindeutig beschreiben, dazu zählen etwa verhärtete Augen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Lichtempfindlichkeit oder das Sehen von farbigen Kreisen um Lichtquellen herum.

Ob der Patient unter diesen Symptomen leidet, kann der Arzt in einem einfachen Patientengespräch (Anamnese) erfahren. Die vorläufige Vermutung kann dann durch anschließende Tests, wie etwa die Messung des Augeninnendrucks oder der Untersuchung der Kammerwinkel sowie der vorderen Augenkammern, bestätigt oder dementiert werden.

Die Diagnose eines Offenwinkelglaukoms ist für den Augenarzt erheblich schwieriger, da der Patient seine Symptome häufig gar nicht so stark wahrnimmt, weswegen er sie dementsprechend dem Augenarzt gegenüber auch häufig nicht artikuliert. Der Augenarzt kann anhand einer Untersuchung des Innendrucks des Auges, des Augenhintergrunds sowie des Gesichtsfeldes eine Diagnose stellen.

Tests beim Augenarzt durchführen

Für eine eindeutige Diagnose stehen dem Augenarzt mehrere Tests zur Verfügung. Einer der wichtigsten Indikatoren für ein Glaukom ist der erhöhte Innendruck des Auges. Aus diesem Grund wird bei dem Verdacht auf einen voranschreitenden Grünen Star in der Regel eine Messung des Augeninnendrucks durchgeführt. Diese Untersuchung ist für den Patienten vollkommen schmerzlos.

Leider ist ihr Ergebnis jedoch nur eindeutig, wenn der Augeninnendruck auch tatsächlich erhöht ist. Denn liegt der Augeninnendruck im Normalbereich, kann immernoch ein Normaldruckglaukom vorliegen, denn mehr als 33 Prozent aller Glaukome sind Normaldruckglaukome.

Wichtig ist demnach, dass der Augenarzt auch den Sehnerv auf Schädigungen hin untersucht. Dies kann er leicht durch eine Untersuchung des Augenhintergrunds feststellen, indem er den Sehnerv mit unterschiedlichen Vergrößerungshilfen auf Schäden hin untersucht. Die Sehnerv-Untersuchung gilt als eine Methode der Früherkennung, da die Schäden des Nervs häufig deutlich früher auszumachen ist, als ein langsam steigender Augeninnendruck oder als Gesichtsfeldausfälle.

Untersuchung des Sehnervkopfes

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Eine modernere Methode zur Überprüfung, ob der Patient von einer Form des Grünen Stars betroffen ist, ist die Untersuchung des Sehnervkopfes. Auch diese Untersuchung ist für den Patienten vollkommen schmerzfrei. Dabei wird die Austrittsstelle des Sehnervs mit einer Tomographie untersucht. Bei diesem Verfahren kann der Augenarzt sich auch direkt ein Bild über das Ausmaß eines eventuell vorhandenen Glaukoms machen, weswegen diese Untersuchung zu den genauesten Methoden zählt.

Dem Augenarzt stehen demnach zahlreiche Mittel zur Verfügung, um den Grünen Star in einem frühen Stadium diagnostizieren zu können. Eine regelmäßige Kontrolle bei Risikopatienten ermöglicht die Früherkennung der Augenkrankheit, womit größere Schäden am Sehnerv, und die damit verbundene, glaukombedingte Einschränkung der Sehkraft, verhindert werden können.

Video: Grüner Star – Patienten Erfahrung

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