Ratgeber

Ist eine Grippeimpfung sinnvoll?

Die Grippeimpfung soll Schutz bieten vor der Erkrankung an Influenza (Grippe), die durch Influenzaviren hervorgerufen wird. Eine Grippeimpfung schützt gezielt vor einer Infektion mit Influenzaviren, aber nicht vor sogenannten grippalen Infekten, die in der Regel harmloser verlaufen und die zu Symptomen führen können, die denen einer starken Erkältung ähneln.

Zum Schutz vor einer Influenza-Erkrankung ist es notwendig, eine Grippeimpfung jährlich auffrischen zu lassen, da sich die Struktur der Influenzaerreger stetig verändert. Darum setzt sich der Grippeimpfstoff jeweils aus Wirkstoffkombinationen zusammen, die abgestimmt sind auf aktuell häufig kursierende Subtypen der Influenzaviren.

Als günstige Impfzeiträume gelten die Monate September bis November; aber auch in den Folgemonaten kann eine Impfung noch sinnvoll sein. Die volle Schutzwirkung einer Impfung gegen Influenza tritt circa ein bis zwei Wochen nach einer erfolgten Impfung ein.

Grippeimpfung in der Schwangerschaft

Schwangere Frauen zählen zu der Gruppe von Personen, denen (sofern keine medizinischen Kontraindikationen vorliegen) in Deutschland durch die STIKO (Ständige Impfkommission) zu einer Impfung geraten wird.

Die Empfehlung einer Grippeimpfung in der Schwangerschaft betrifft vornehmlich Frauen im 2. und 3. Schwangerschaftsdrittel; liegt eine medizinische Notwendigkeit vor, umfasst die Empfehlung auch Schwangere im 1. Schwangerschaftsdrittel.

Risikogruppen, denen ebenso wie Schwangeren zu einer Impfung geraten wird, sind unter anderem Menschen mit chronischen Erkrankungen, ältere Menschen, die das 60. Lebensjahr überschritten haben und Menschen, die in medizinischen Bereichen beschäftigt sind und so verstärkt mit infizierten Personen in Kontakt kommen können.

Nebenwirkungen einer Grippeimpfung

Mögliche Nebenwirkungen, die in Folge einer Impfung auftreten können, sind in der Regel auf einige Stunden beschränkt und umfassen beispielsweise Rötungen oder Schwellungen im Bereich der Injektionsstelle. Gelegentlich kann es auch zu einem vorübergehenden Krankheits- und Schwächegefühl mit Kopfschmerzen kommen. Nebenwirkungen einer Grippeimpfung bestehen nicht in der Gefahr, aufgrund der Impfung an Influenza zu erkranken.

Zusammenfassung:

  • Rötungen und Schwellungen an der Injektionsstelle
  • Krankheits- und Schwächegefühl
  • Kopfschmerzen

In Ausnahmefällen können individuell Nebenwirkungen auftreten, die beispielsweise begründet sind durch Unverträglichkeiten gegen Bestandteile des Impfstoffes. Um ein solches Risiko im Vorfeld abzuklären, kann für den Einzelnen ein beratendes Gespräch mit dem behandelnden Arzt sinnvoll sein.

Kosten einer Grippeimpfung

Die Kosten einer Grippeimpfung hängen von verschiedenen Faktoren ab; so ist die Impfung beispielsweise kostenlos für Personen, die einer definierten Risikogruppe angehören. Auch die Praxisgebühr wird hier nur fällig, wenn Zusatzuntersuchungen notwendig werden.

Personen, die dieser Risikogruppe nicht angehören, können eventuell entstehende Kosten einer Grippeimpfung bei ihrer Krankenkasse erfragen. Einige Unternehmen bieten ihren Angestellten die Möglichkeit einer Kostenübernahme der Impfung oder bieten eine kostenfreie Impfung durch den Betriebsarzt an.

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