Ratgeber

Schwangerschaft: Fruchtbarkeit genau berechnen

Wer schwanger werden möchte, sollte die fruchtbaren Tage des weiblichen Körpers im Auge behalten. Aber wann im Zyklus ist der weibliche Körper überhaupt mit Fruchtbarkeit gesegnet? Um die fruchtbaren Tage zu bestimmten, gibt es verschiedene Methoden.

Optimales Timing

Generell ist der Geschlechtsverkehr am Vortag des Eisprungs optimal für eine Schwangerschaft. Männliche Samenzellen können mehrere Tage im weiblichen Körper ausharren. Daher beginnen die fruchtbaren Tag der Frau schon 5 bis 6 Tage vor dem eigentlichen Eisprung. Ist der Eisprung erfolgt, beleibt für die Befruchtung nur noch 1 Tag Zeit. Nur ca. 12 bis 18 Stunden ist die weibliche Eizelle befruchtungsfähig.

Um schwanger zu werden, ist es daher vorteilhaft, den Zeitpunkt des Eisprungs so genau, wie möglich, zu bestimmen. Die drei in Deutschland gängigsten Methoden zur Ermittlung des Eisprungs, die problemlos zu Hause durchgeführt werden können, sind:

Den Eisprung erkennen

1. Über die Farbe des Gebärmutterhalsschleims: Kurz vor dem Eisprung wird der weibliche Gebärmutterhalsschleim am Scheideneingang farblich glasig, sozusagen „spinnbar“ und nahezu wässrig. Das Sekret ist in dieser Beschaffenheit besonders eiweiß-, glucose- und salzreich. In dem Milieu können die männlichen Spermien tagelang bis zum Eisprung aushalten.

2. Genaue Ausrechnung über den Kalender: Diese Methode lässt die Körperbeobachtung außer Acht und geht von davon aus, dass der Eisprung ca. in der Zyklusmitte statt findet. Grundlage sind mindestens 6 weibliche Zyklen. Zur Errechnung des 1. fruchtbaren Tages werden vom notierten kürzesten Zyklus 18 Zyklustage abgezogen.

Zur Errechnung des letzten Tages der Fruchtbarkeit werden vom längsten, der beobachteten Zyklen, 11 Zyklustage abgezogen. Im Internet gibt es Zyklen-Rechner, in denen ganz einfach Daten zum Zyklus eingegeben und anschließend vom System berechnet werden können.

3. Über Temperaturmessung: Bei der sogenannten Temperaturmethode erfolgt die Fruchtbarkeitseinschätzung anhand von Körpertemperaturmessung am Morgen. Durch Progesteron, ein Hormon des weiblichen Zyklus, erhöht sich die Temperatur im Körper die beiden Tage nach dem Eisprung um etwa 0,2 bis 0,6 Grad.

Allerdings ist die Temperaturmessung nur über mehrere Monate sinnvoll, da der optimale Zeitpunkt für einen zur Schwangerschaft führenden Geschlechtsverkehr dann während des Temperaturanstiegs schon vorbei ist. Ein tägliches Notieren der Temperatur ist angebracht.

Weitere Methoden wären eine Errechnung über sogenannte Zykluscomputer. Diese gibt es in zwei Computertechniken: Als Temperaturmesser oder Hormonmesser. Auch über den hormonellen Eisprungs- oder Ovulationstest, der nur mit Urin-Teststäbchen arbeitet, ist eine Ermittlung des Eisprungs möglich.

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