Gesundes Öl

Antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung des Teebaumöls

Das Teebaumöl wurde schon von den Aborigines, den Ureinwohnern Australiens, als Allheilmittel verwendet. Als James Cook dann seinerzeit die australischen Sümpfe erforschte, nahm sein Botaniker einige Blätter des Teebaumes mit, nachdem er beobachtet hatte, wie die Einheimischen einen Sud daraus als Heilmittel verwendeten. Er taufte den Baum Tee-Baum, nachdem er feststellte, dass ein Aufguss der Blätter einen würzigen, angenehmen Geruch verbreitete. Dadurch erregte der Teebaum die Aufmerksamkeit der Europäer.

Das Wissen um die Nützlichkeit dieses Baumes verbreitete sich über die Schiffswege sehr schnell und die Anwendung von Teebaum-Produkten gewann an Beliebtheit. Auch spätere europäische Siedler in Australien übernahmen diese Tradition der Aborigines. Die Anwendung des Teebaumöls war derart erfolgreich, dass es sogar den Weg in die Erste Hilfe-Koffer der australischen Truppen im Zweiten Weltkrieg fand. Das Öl verlor nach der Entdeckung des Penicillins und anderer Antibiotika etwas an Popularität, wird aber immer noch als Alternative bei Erkältungen und anderen leichten Erkrankungen als bewährtes Hausmittel verwendet.

Teebaum Öl stammt aus dem australischen Teebaum (Melaleuca alternifola)

Teebaumöl stammt aus dem australischen Teebaum (Melaleuca alternifola), einem Myrtengewächs. Dieser immergrüne, eher kleine Baum ist auf dem Kontinent Australien, insbesondere in der Nähe von Flüssen und Sümpfen, verbreitet. Aus den Zweigen und den länglichen Blättern wird der Wirkstoff des Teebaumöls gewonnen. Dies geschieht über ein Destillationsverfahren, das mithilfe von Wasserdampf vollzogen wird. Dadurch werden der Pflanze ihre Wirkstoffe entzogen, die dann zu Teebaumöl weiterverarbeitet werden.

Teebaumöl ist ein Gemisch, das sich aus ungefähr 100 verschiedenen Stoffen zusammensetzt. Der wichtigste Wirkstoff dabei, der auch speziell für die Wirkung des Teebaumöls verantwortlich ist, nennt sich Terpinen-4-ol und gehört zu der Gruppe der Alkohole. Um bei der äußerlichen Anwendung des Teebaumöls eine gute Wirkung zu erzielen, sollte das Öl zu mindestens 30% aus Terpinen-4-ol bestehen.

Zusätzlich sind noch Stoffe wie Alpha-Terpenen (zu mindestens 20%), Terpinol (ungefähr 4%), Terpineol (ungefähr 3%), sowie in geringen Mengen, 1,8-Cineol, Myrcen, Pinen, Limonen, Phellandren, und p-Cymen enthalten. In einer Reihe verschiedener Tests wurde die Wirksamkeit von Teebaumöl bestätigt: Es hat nachgewiesenermaßen eine antibakterielle, fungizide und antiseptische Wirkung.

Rundum wirksam, innen wie außen

Was bringt Teebaumöl? Durch die verschiedenen Inhaltsstoffe hat Teebaumöl eine ganze Reihe von Anwendungsgebieten, die sich von der alternativen Medizin über die kleine Hausapotheke bis hin zur breiten Anwendung in der Kosmetik erstrecken. Um die Wirkung des Teebaumöls besser darzustellen, wird nun eine kurze Übersicht der möglichen Anwendungsgebiete aufgeführt, von denen die wichtigsten im Detail erklärt werden:

  • offene Wunden
  • Schuppenflechte
  • Fuß-, Haut- und Nagelpilz
  • Herpes
  • Rheuma
  • Erkältung
  • Husten
  • Warzen
  • Läuse, Milben, Flöhe
  • Hämorrhoiden
  • Mitesser

Antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung des Teebaumöls

Gegen viele dieser Beschwerden, soll auch Schwarzkümmelöl helfen. Wegen der starken antibakteriellen und entzündungshemmenden Wirkung des Teebaumöls wird es auf offene Schnitt- oder Brandwunden gegeben, um die Heilung zu beschleunigen und Keimen vorzubeugen. Es hat auch gute Wirkung bei Pickeln gezeigt und insbesondere bei Akne: Teebaumöl geht ungewöhnlich wirkungsvoll gegen die Aknebakterien vor und kann in manchen Fällen sogar andere starke Mittel ersetzten.

Nach demselben Prinzip können auch Dellwarzen behandelt werden. Bei regelmäßiger Behandlung gehen die in der Warze enthaltenen Bakterien zugrunde und die Warze bildet sich im besten Fall zurück.

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Schuppenflechte hingegen ist eine entzündliche Erkrankung, bei der die Haut sowie Bänder und Gelenke angegriffen werden. Zumindest die Behandlung der Haut kann bei lokaler Anwendung des Teebaumöls zu einer Linderung der Entzündung führen.

Bei Rheuma oder Muskelschmerzen wird die Durchblutung gefördert und gleichzeitig der entzündliche Prozess im Gewebe vermindert. Dies hat oft eine schmerzstillende Wirkung und kann für einige Besserung der Beschwerden sorgen.

Bei Fußpilz oder anderen Pilzerkrankungen wird das Teebaumöl regelmäßig in das betroffene Gewebe eingerieben. Somit wird einerseits durch die leichte Massage und das Öl die Durchblutung gefördert, andererseits wird der Pilzbefall eingedämmt und die Beschwerden gehen zurück.

Lästige Herpesbläschen sollten vorsichtig mit dem Öl beträufelt werden. Leider wird dadurch nicht das zugrundeliegende Virus bekämpft, aber die Heilung beschleunigt und lästiges Ziehen und Brennen an der Lippe wird gemildert. Je früher die Anwendung des Teebaumöls beginnt, desto schneller kann der Krankheitsausbruch eingedämmt werden.

Tausendsasser Teebaumöl

Bei Mückenstichen hilft es gelegentlich, diese mit Teebaumöl einzureiben. Dadurch wird die Schwellung geringer und auch das Jucken lässt nach. Auch bei Stichen anderer Insekten, wie beispielsweise den Bremsen, hat es sich schon hilfreich gezeigt. Bei Zeckenbissen ist allerdings Vorsicht angebracht: Die kleinen Milben können gefährliche Krankheiten wie Borreliose oder Meningitis übertragen, gegen die Teebaumöl leider machtlos ist. Deswegen sollte bei ungewöhnlichen Rötung oder anderen Beschwerden dringend ein Arzt konsultiert werden.

Auch den Weg in die Kosmetik hat es bereits gefunden: In vielerlei Deos wird das Teebaumöl eingesetzt, um die Bakterien und somit die Geruchsbildung zu bekämpfen. Ebendiese bakterienhemmende Wirkung des Teebaumöls machen sich Cremes zunutze, um auf andere Konservierungsmittel verzichten zu können und manche Anti-Schuppen-Shampoos enthalten ebenfalls Teebaumöl, da es die Durchblutung fördert und somit die Kopfhaut schützt. Rasierwasser, in dem Teebaumöl enthalten ist, schützt die empfindliche Haut effektiv vor Krankheitserregern.

Bei unreiner, pickeliger Haut sind meist einerseits verstopfte Poren, aber auch Bakterien, die diese befallen, Ursache des Problems. Ersteres ist oft hormonell bedingt, doch gegen die Bakterien kann gut mit Teebaumöl-haltigen Cremes oder Lotions vorgegangen werden. Diese helfen der natürlichen Hautflora, die schädlichen Bakterien zu bekämpfen und die bereits entzündeten Stellen zu beruhigen und zur leichteren und schnelleren Heilung zu verhelfen.

Zur innerlichen Anwendung kann das Teebaumöl inhaliert werden, indem ein paar Tröpfchen in ein Dampfbad gegeben werden. Dies ist eine besonders gute Alternative bei Erkältungen und anderen Erkrankungen des Nasenrachenraums sowie Husten und Schnupfen. Durch den Wasserdampf werden die Atemwege befeuchtet und gleichzeitig mit feinen Tröpfchen des Teebaumöls benetzt, die dann vor Ort die Entzündung und die Krankheitserreger gleichermaßen bekämpfen.

Bei kleinen Verletzungen oder Aphten im Mundraum ist eine selbst erstellte Mundspülung sinnvoll:

Einige wenige Tropfen einer niedrig konzentrierten Lösung (zur inneren Anwendung bis zu 10%) in 200 Milliliter Wasser geben und mehrfach pro Tag in regelmäßigen Abständen den Mund spülen. Allzu angenehm ist der Geschmack leider nicht, doch zeigt sich in der Regel innerhalb eines bis zwei Tagen das erwünschte Ergebnis: Durch die antiseptische Wirkung des Teebaumöls schwillt die Wunde ab und hört auf zu schmerzen, bevor sie sich dann schließlich schließt.

Wie der Name schon sagt, ist es auch möglich, Tee aus Teebaumblättern zu kochen. Die meisten Menschen empfinden diesen als angenehm würzig und erfrischend.

Teebaumöl Anwendung und Vermarktung

Im kommerziellen Handel wird Teebaumöl meist in Form von ätherischen Ölen vermarktet. Dabei gibt es so viele verschiedene Marken, wie es Teebaum-Plantagen gibt. Beim Kauf ist insbesondere die Konzentration des Gemisches zu beachten, damit je nach Anwendungsgebiet das Öl seine gewünschte Wirkung erzielt. Eigenständige Verdünnung ist möglich, allerdings erfordert dies etwas Übung.

Es ist außerdem möglich, dass neben dem Teebaumöl weitere Zusatzstoffe enthalten sind. Ein Blick auf die Inhaltsangabe ist in jedem Fall sinnvoll, um sicherzustellen, dass keine schädlichen oder schlecht verträglichen Komponenten enthalten sind, die möglicherweise den Gebrauch des Teebaumöls beeinträchtigen würden.

Daneben werden viele Cremes, Rasierwasser, Seifen, Shampoos und sogar Zahnpasta mit Teebaumöl-Zusatz vermarktet. Der Anteil des Öls am Gesamtprodukt kann in der Regel der Zusammensetzung entnommen werden und sollte in einem nennenswerten Bereich liegen.

Risiken und Nebenwirkungen

Wie alle Heilmittel birgt auch die Verwendung von Teebaumöl gewisse Risiken. Bei jeder Anwendung sind Nebenwirkungen des ätherischen Öls möglich. Der häufigste Ausdruck einer solchen Unverträglichkeit ist eine Kontaktallergie. Meist zeigen sich dann an der betroffenen, mit Teebaumöl in Kontakt geratenen Stelle eine Rötung sowie eine Schwellung der Haut, gelegentlich kommen auch Symptome wie Jucken oder Brennen hinzu.

Beim Auftreten von solchen Beschwerden ist die Körperstelle mit viel Wasser gründlich abzuspülen. Je nach Stärke der Beschwerden kann über eine Anwendung des Teebaumöls in schwächerer Konzentration nachgedacht werden, im Zweifel sollte jedoch vom zukünftigen Gebrauch von Produkten mit Teebaumöl abgesehen werden.

Um solche unangenehmen Nebenwirkungen zu vermeiden, sollte unbedingt das Alter des Öles beachtet werden: Je älter das Öl, desto wahrscheinlicher ist eine Unverträglichkeitsreaktion. Vor Gebrauch von Produkten, die Teebaumöl enthalten, ist es also durchaus sinnvoll, das Mindesthaltbarkeitsdatum zu kontrollieren und sich auch unbedingt danach zu richten.

Auch die Lagerung des Öles ist wichtig. Durch UV-Strahlen werden Bestandteile des Öls zersetzt und können das Öl verunreinigen. Daher ist das Öl am besten in dunklen Flaschen aufzubewahren, gegeben falls auch an einem dunklen Ort. Dadurch kann die Lebenszeit des Öls verlängert werden, ohne dass es schlecht wird oder Allergien hervorruft.

Unverdünntes Teebaumöl ist ein sehr starkes Mittel

In jedem Fall ist unverdünntes Teebaumöl ein sehr starkes Mittel und sollte nur mit äußerster Vorsicht angewandt werden. Veterinärmediziner warnen davor, Teebaumöl bei den geliebten Vierbeinern anzuwenden. In den USA wurden viele Fälle dokumentiert, bei der gut meinende Besitzer ihre Schützlinge mit Teebaumöl einsprühten oder es ihnen ins Fell rieben, um sie vor Flöhen, Zecken, Läusen und anderen Parasiten zu schützen.

Betroffen waren meistens Hunde und Katzen, da diese oft außer Haus sind und dementsprechend häufig von Parasiten befallen werden. Leider schlug der Plan fehl und die Tiere bekamen schwere Krämpfe und Lähmungen, da sie auf das Teebaumöl wie auf ein Gift reagierten. Die tierischen Immunsysteme waren nicht in der Lage, mit der Substanz des Teebaumöls umzugehen. Daher ist es hier ratsam, auf den Rat ihres Tierarztes zu hören und auf Pflegeprodukte mit Teebaumöl zu verzichten und andere Schädlingsbekämpfungsmittel zu verwenden.

Grundsätzlich und insbesondere bei auftretenden Nebenwirkungen des ätherischen Öls ist es ratsam, bei Gebrauch von Teebaumöl als Arznei einen Arzt zu konsultieren und sich ausgiebig beraten zu lassen. Es eignet sich in vielen Fällen dazu, eine bereits laufende Behandlung zu unterstützten. Aber es sollte bei vorheriger Medikamenteneinnahme nicht ohne weiteres angewandt werden.

Tipps zum Teebaumöl kaufen

Gutes Teebaumöl zu kaufen, ist nicht schwierig, wenn einige Tipps beachtet werden. Ein gutes Angebot lässt sich in Drogeriemärkten, Apotheken und Reformhäusern finden. Hier sollte darauf geachtet werden, dass das Teebaumöl an einem kühlen und dunklen Ort gelagert wurde. Auch im Internet gibt es eine Vielzahl an Bezugsquellen, um Teebaumöl zu kaufen.

Beim Kauf des Teebaumöls sollte neben der Lagerung zudem auf die generelle Qualität des Öls geachtet werden. Statt günstiges, aber minderwertiges Teebaumöl zu kaufen, sollte lieber in ein reines Öl investiert werden. Kriterien dafür sind 100 Prozent Naturbelassenheit und Australien als Herkunftsland. Zudem sollte die Zutatenliste den Teebaum, Melaleuca alternifolia, oder das Öl, Melaleuca aetheroleum, als Hauptquelle aufführen. Um andere, eventuell chemische Zusatzstoffe zu vermeiden, sollte auf ein reines und biologisches Teebaumöl geachtet werden.

Tipps zur Aufbewahrung von Teebaumöl

Auch nach dem Teebaumöl-Kauf sollten einige Hinweise beachtet werden. Da das Teebaumöl selbst eine antibakterielle Wirkung hat, benötigt es keine Konservierungsstoffe. Wenn ein qualitativ hochwertiges Teebaumöl gekauft wurde, hält sich dieses normalerweise über einen langen Zeitraum. Vorausgesetzt, es wird an einem kühlen und sonnengeschützten Ort aufbewahrt.

Das Badezimmer ist beispielsweise durch die hohen Temperaturen kein idealer Ort für die Hausapotheke und die Lagerung von Teebaumöl. Auch Heizungen und direkte Sonne sollten gemieden werden. Trotz der generellen langen Haltbarkeit sollte bei dem Kaufen von Teebaumöl daher zu Beginn auf kleinere Abfüllmengen geachtet werden. So müssen bei eventuellen Lagerfehlern nicht gleich große Mengen des Teebaumöls weggeworfen werfen.

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