Hausmittel

Wie gesund ist Spargel?

Die Spargelsaison ist im vollen Gange und überall bekommt man nun Spargel zu kaufen. Teilweise findet man sogar besondere Aktionen für Spargel und Spargelgerichte, sodass man sich eigentlich kaum noch vor dem Gewächs retten kann. Richtige Fans kommen hier voll auf ihre Kosten. Doch wusstest Du, dass Spargel unglaublich gesund und gut verträglich ist?

Eine Mischung aus vielen Vitaminen, Mineralien und Baustoffen und dazu nur geringe Kalorien, machen den Spargel zu einem Wunderessen. Welche Vorteile Du aus dem gesunden Essen ziehen kannst, das erfährst Du im folgenden Beitrag.

Wie gesund ist Spargel?

Oh, Spargel ist überaus gesund! Das Spargelgewächs hat durch einen hohen Wasseranteil extrem wenige Kalorien. Steckt aber dennoch voller Mineralien und Vitamine. Dabei ist es übrigens egal, ob Du Dich nun für den weißen oder den grünen Spargel entscheidest, denn im Endeffekt haben beide Gewächse einen positiven Effekt auf den menschlichen Körper.

Spargel besteht aus rund 93% aus Wasser; so verwundert es wohl nicht, dass in einem Kilo Spargel lediglich 150 Kalorien vorzufinden sind. Die restlichen sieben Prozent sind dafür ordentlich gefühlt: Vier Prozent bestehen aus Kohlenhydrate, weitere zwei Prozent bestehen aus Proteinen und lediglich 0,2 Prozent bilden Fette. Die verbleibenden Prozente sind vollgestopft mit Mineralien und Vitaminen.

So finden wir beispielsweise Kalium, Kalzium, Phosphor und Stickstoffe. Kalium ist ein wichtiges Mineral für den Blutdruck, aber auch für funktionierende Nerven. Kalium pflegt die Nervenreizleitung, sodass alle Funktionen aufrechterhalten bleiben. Kalzium ist hingegen ein wichtiger Baustein für unseren Knochen und Zähne und sorgen für die nötige Stabilität.

Phosphor sorgt für eine reibungslose Versorgung des Körpers, Transport, Speicherung und Verwertung der körperfremden Nährstoffe in körpereigene Nährstoffe. Die Stickstoffe sind maßgeblich für die Nierenfunktion verantwortlich und sorgen für den bekannten harntreibenden Effekt des Spargels.

Desweiteren finden wir verschiedene Vitamine vor. Darunter Vitamin A, E und K. Vitamin A hat in letzter Zeit ein riesigen Hype abbekommen, denn dort ist es auch als Retinol oder Carotin bekannt. Carotin unterstützt die Sehkraft und eine gute Sehfähigkeit. Retinol ist hingegen ein Pflegeprodukt für die Haut, welche den Schutzmantel verstärken soll und vor freien Radikalen schützt.

Vitamin E kümmert sich hingegen um das Nervensystem. Die Funktionen sollen reibungslos ablaufen und können teilweise schneller reagieren. Zusätzlich wirken sie gegen Radikale und sich bildende Schwermetalle, welche den Körper nur unnötig belasten. Zu guter Letzt finden wir noch Vitamin K, welches den Organismus vor Pilzinfektionen schützt und das Blut fördert.

Ist Spargel gut für die Nieren?

Ja und nein. Spargel kann gut für die Nieren sein, gerade durch den Stickstoffgehalt treibt es die Nierenfunktion voran. Insofern kann man den Spargel als gesund einstufen, da es die Entwässerung antreibt und damit bei Übergewicht und Wassersucht überaus hilfreich ist. Allerdings kann dieses Antreiben auch seine Schattenseiten haben und sich negativ auswirken.

Das trifft insbesondere bei einer eingeschränkten Nierenfunktion zu oder einem dauerhaft erhöhtem Harnsäurespiegel. Kann die Niere nämlich die zusätzlichen Mineralien nicht mehr verarbeiten, bilden sich Ablagerungen und allmählich steigt der Harnsäuregehalt des Blutes. Infolgedessen kann es zu Gicht kommen, welche man nicht so leicht behandeln kann.

Auch der Purin-Gehalt im Spargel macht es mit dem Gicht nicht besser; doch bedeutet das nun, dass man komplett auf Spargel verzichten muss?

Ist Spargel gut bei Gicht?

Leidet man unter Gicht, dann muss man immer großen Wert auf die Ernährung legen. Insbesondere Purine sind zu meiden, bzw. zu reduzieren. Interessanterweise erhalten Gicht-Patienten gerade bei Spargel immer wieder eine Warnung vor dem hohen Purin-Gehalt. Natürlich ist diese Warnung berechtigt, denn Purine werden vom Körper in Harnsäure umgewandelt.

Arbeitet die Niere nicht ordentlich, oder es werden zu viele Purine aufgenommen, dann lagern sich sogenannten Harnsäurekristalle im Körper ab. Diese lagern sich häufig in den Gelenken von Fingern und Zehen ab, wodurch es dort zu fiesen Schmerzen und Schwellungen kommt. Allerdings muss man als Gicht-Patient keineswegs auf Spargel verzichten, denn man muss die Werte schon ins Verhältnis setzen.

Analysiert man den Purin-Gehalt von Spargel, stellt man fest, dass auf 100 g Spargel lediglich 10 mg Purine folgen. Das ist im Vergleich zu anderen Gemüsesorten, wie beispielsweise Brokkoli (21 mg) und Lauch (17 mg) im absoluten Mittelfeld und gut verträglich. Allerdings liest man für Brokkoli oder Lauch keine explizite Warnung vor dem Genuss.

Wie immer ist es also wichtig die allgemeine Balance zu finden und den Spargel mit den richtigen Beilagen zu genießen und auch nicht in übermäßigen Mengen zu konsumieren. Das Problem an Spargelgerichten sind häufig die Beilagen, welche ziemlich hohe Purinwerte aufzeigen und damit natürlich zu einem unausgeglichenen Gesamtessen sorgen.

So zeigen Schinken (83 mg) oder Lachs (68 mg) sehr hohe Werte, die im Zusammenhang mit Spargel natürlich kein gesundes Gicht-Gericht präsentieren. Man sollte also immer auf die verzehrte Menge achtgeben.

Bei welchen Krankheiten ist Spargel nicht zu empfehlen?

Das Gemüse sollte man unbedingt bei Gicht und Nierenproblemen meiden. Da Spargel nur zeitlich begrenzt verfügbar ist, neigen einige Menschen dazu in kurzer Zeit sehr viel davon zu essen. So kann es schnell passieren, dass der Körper zu viele Purine in Harnsäure umwandelt, welche jedoch nicht ausgeschieden wird. So kommt es zu Ablagerungen von Harnsäurekristallen in den Gelenken.

Die Gelenke von Finger und Zehen sind besonders prädestiniert, sodass man schnell Schmerzen und Schwellungen in diesen Bereichen bekommt.

Ist Spargel gut für die Leber?

Spargel ist ein harntreibendes Gemüse. Der hohe Stickstoffgehalt kurbelt die Nierenfunktion an, weshalb man ungewöhnlich oft auf die Toilette muss, nachdem man einige Mahlzeiten mit Spargel hinter sich hat. Dieser harntreibende Effekt kann sich äußerst positiv auf den Körper auswirken, da so viele Giftstoffe aus dem Körper gespült werden.

Giftstoffe, welche sich oftmals im Blut festsetzen und damit im ganzen Körper verteilt werden. Damit werden unsere Organe in Mitleidenschaft gezogen, wie beispielsweise Haut, Lunge und Leber.

Für wen ist Spargel ungesund?

Spargel ist gesund. Doch wie alles im Leben, sollte man Spargel eher in Maßen genießen, selbst wenn dieser nur für eine begrenzte Zeit verfügbar ist. Kommt es nämlich zum erhöhten Konsum, dann kann Spargel auch ungesund sein. Insbesondere Gicht-Leidende, oder jene mit einer beschränkten Nierenfunktion sollten hier besonders aufpassen.

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